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Das letzte Feng Shui

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Der Tod gehört zum Leben, den Spruch hört man das ganze Leben lang immer wieder. Stirbt ein naher Verwandter oder ein Freund, nützt er allerdings auch nicht viel, die Trauer will erst einmal bewältigt werden.

Dabei kann die chinesische Raumpsychologie Feng Shui nicht wirklich helfen, mit Toten beschäftigt sie sich allerdings schon. Und das schon länger als mit den Lebenden. In China ging und geht man davon aus, dass die Toten aktiv die Geschicke der Lebenden beeinflussen.

Verärgert man seine Ahnen, suchen sie einen mit Unglück heim. Verehrt man sie, bekommt man Glück und Reichtum, ein sehr einfaches Prinzip. Aber wie verehrt man seine Ahnen eigentlich? Klar, man kann ihnen regelmäßig Opfergaben darbringen und an sie denken.

Eine andere Möglichkeit ist, ihnen ein perfektes Zuhause zu schaffen, also eine nach Feng Shui perfekt ausgerichtete Grabanlage. Diese Form des Feng Shui nennt sich Yin Feng Shui und ist noch einen Tick älter als das Feng Shui für die Lebenden, das Yang Feng Shui. Die Grundprinzipien sind aber ähnlich, nur dass es eben darum geht, den Verstorbenen eine möglichst ruhige Grabstätte zu bescheren. Dazu wurden in früheren Zeiten Experten engagiert, die erst einmal durch die Lande wanderten und einen möglichst günstigen Ort zu finden versuchten.

Fest begrenzte Friedhöfe waren natürlich nicht geeignet, denn jeder Verstorbene brauchte ja einen optimalen Platz und der lag selten dort, wo man einen Friedhof für viele Menschen angelegt hätte. So konnte es sein, dass das passende Grundstück irgendwo in den Bergen lag, wo man dann eben die Grabanlage errichtete. Selbstverständlich zur passenden Zeit und mit den passenden Zeremonien. Ein Grabstein fehlte nicht, auch wenn die damals sicher anders aussahen als wir sie heute kennen und Kreuze wären im daoistischen China auch eher ungewöhnlich gewesen.

Fortan musste das Grab natürlich regelmäßig gepflegt werden und wenn Meister und Angehörige alles richtig gemacht hatten, sollte sich das bald in Glück und Reichtum zeigen. Was auch immer man davon halten möge, die Ahnen der großen Kaiser Chinas liegen allesamt in Gräbern mit sehr gutem Feng Shui.

19. Oktober 2015 |

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