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Geschichte des Feng Shui

Nicht nur zum Feng Shui als Methode sondern auch zur Entstehungsgeschichte des Feng Shui finden sich alle möglichen und unmöglichen Informationen und Aussagen. Je nachdem ist Feng Shui mal 3000 Jahre alt oder gar 7000, je älter desto besser.

Insbesondere die Kollegen aus der spirituellen und esoterischen Ecke sind oft recht erfinderisch wenn es darum geht woher das Feng Shui denn nun kommt. Zuweilen wird es dem indischen Vastu angedichtet, zuweilen wild mit religiösen Inhalten vermischt.

Vieles davon ist frei erfunden denn nachprüfen kann es ohnehin kaum einer. Wissenschaftlich fundierte Informationen zur Entstehungsgeschichte des Feng Shui finden sich im Buch des Sinologen Dr. Manfred Kubny: „Feng Shui: Die Struktur der Welt“.

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung, die zum größten Teil auf den Informationen des o.g. Buches und weiteren Literaturquellen basiert.

Das Problem der Feng Shui Geschichte

Es ist nicht so dass keine fundierten Informationen zum Thema vorhanden wären, es existieren sogar recht viele der chinesischen Originalquellen noch und sie sind auch zugänglich. Lediglich bei der Übersetzung hapert es.

Die chinesische Schriftsprache ist eine Bildsprache, jedes Schriftzeichen ergibt ein Bild hinter dem ein Wort, ein Zusammenhang oder ein ganzes Konzept stehen kann. Zudem steht oft ein und dasselbe Zeichen für mehrere unterschiedliche Sachverhalte. Kennt man diese nicht oder ordnet man sie falsch zu, ergibt der ganze Text keinen Sinn mehr oder es entstehen Falschaussagen.

So kann ein Schriftzeichen in einem Text zur Akupunktur ein völlig anderes Konzept beschreiben als das selbe Zeichen in einem Text zum Feng Shui oder zum Bazi Suanming.

Es ist also nicht möglich einen chinesischen Text einfach Wort für Wort zu übersetzen wie man das mit einem englischen oder französischen Text tun könnte. Denn man bekäme nur einen Wortsalat der mehr oder weniger unverständlich wäre.

Einen chinesischen Text und erst recht einen alten chinesischen Text muss man regelrecht analysieren, man muss ihn verstehen. Dazu ist die Kenntnis aller im Text angedeuteter Konzepte erforderlich und das macht die korrekte Übersetzung so schwierig.

So ist es ohne ein Studium der Sinologie und eine entsprechende Spezialisierung kaum möglich einen alten chinesischen Feng Shui Text zu verstehen und so zu übersetzen dass einerseits die Fakten unverfälscht bleiben, der Text aber andererseits für einen Europäer verständlich wird.

Das ist sicherlich einer der Gründe warum zum Thema Entwicklungsgeschichte des Feng Shui so viele unterschiedliche und teils recht seltsame Aussagen zu finden sind, obwohl die Dokumentation in den chinesischen Fachtexten eigentlich ausreichend wäre.

Zudem müssen einige der Grundkonzepte die für einen Chinesen selbstverständlich sind, einem Europäer erst einmal erklärt werden. Diese Erklärungen finden sich oft nicht in der Originalliteratur sondern müssen im Vorfeld separat erstellt werden.

Alleine einem Europäer den Begriff des Qi (oder Chi) zu erklären, einer der Begriffe die sich vom Altertum bis in die heutige Zeit ziehen und mannigfaltige Bedeutungen haben kann, ist eine große Aufgabe. Denn der Begriff Qi besitzt leider kein wirkliches sprachliches Gegenstück, weder in unserer noch in einer anderen europäischen Sprache.

Kurzübersicht der Feng Shui Geschichte

Vor-Qin-Dynastie bis 221 v. Chr.:
Erste Methoden um die Qualität von Siedlungsplätzen zu beurteilen.

Qin- bis Jin-Dynastie von 202 v. Chr bis 420 n. Chr.:
Langsam bilden sich zusammenhängende Systeme des Feng Shui und anderer Divinationstechniken heraus. Das Begriff des Feng Shui taucht auf.

Sui- bis Song-Dynastie von 581 bis 1279:
Entstehung vieler Fachpublikationen zum Feng Shui, erste Versuche eine Nomenklatur zu etablieren. Spaltung der Feng Shui Lehre in mehrere Schulen.

Yuan-Dynastie bis 1912:
Weiterentwicklung der Methoden, langsames Vordringen des Feng Shui in den Westen.

Ab 1912:
Zusammenprall der westlichen mit der östlichen Kultur.

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